Jetzt spenden

News archiv

Aktuelle Neuigkeiten

Wohin sollen die Menschen aus Mosul fliehen?

Dezember 12, 2016

Syrien ist momentan nun wirklich alles andere als einen Platz des Friedens und der Sicherheit.Und doch stellen Hilfsorganisationen fest, dass…

Ganzen Artikel lesen

Aleppos Bevölkerung ohne Versorgung und Hoffnung

Dezember 5, 2016

Nach der Flucht von Zehntausenden Menschen und heftigen Luftangriffen ist die humanitäre Lage in der umkämpften nordsyrischen Stadt Aleppo nach…

Ganzen Artikel lesen

Hurrikan Matthew – Haiti über einen Monat später

November 10, 2016

Bilder der Verwüstung nach in der Gegend von Les Cayes (Fotos ©ShelterBox) Trotzdem Zivilschutzbeamte auf die Straßen gegangen waren, um…

Ganzen Artikel lesen

Hurrikan Matthew – Haiti über einen Monat später

2016-11-10
Bilder der Verwüstung nach in der Gegend von Les Cayes (Fotos ©ShelterBox)

Trotzdem Zivilschutzbeamte auf die Straßen gegangen waren, um die Menschen zu warnen, waren viele auf der südlichen Halbinsel von Haiti nicht auf die Wucht von Hurrikan Matthew vorbereitet. So wurde es die schlimmste Wirbelsturm-Katastrophe im Atlantik seit elf Jahren. Es ist nun mehr als einen Monat her und ShelterBox ist noch immer da, um den Haitianern zu helfen, ihr Leben wieder aufzunehmen.

Hurrikan Matthew hat auf seinem Weg über den Atlantik und die Karibik, darunter Teile von Haiti, Kuba, der Dominikanischen Republik und dem Südosten der USA weiträumige Zerstörungen hinterlassen. 1.600 Todesopfer gehen auf sein Konto. Gleich nach dem die Flughäfen wieder geöffnet wurden, landete unser ShelterBox-Response-Team mit Kollegen aus Großbritannien, den USA, Deutschland und Kanada in Haiti. Einige hatten hier bereits Erfahrungen aus dem Erdbeben-Einsatz von 2010. Der geografische Schwerpunkt unserer Arbeit lag auf den schwer zugänglichen Gebieten in den südlichen Landesteilen um Port-a-Piment und Chardonnieres sowie dem Hafen von Les Cayes, wo viele unserer Hilfslieferungen auf dem Seeweg eintrafen.

Das Hauptaugenmerk liegt nun auf der Verteilung von Tausenden von ShelterKits, so dass die Bewohner ihre beschädigten Häuser reparieren können. Außerdem wurden auch einige ShelterBox Zelte zur Verfügung gestellt, die nun als mobile Kliniken genutzt werden, denn viele Gesundheitseinrichtungen sind hoffnungslos überfüllt. Zudem gibt es Solar-Beleuchtung für Familien, die noch immer ohne Stromversorgung sind und Moskitonetze und Wasserfilter, zum Schutz vor Malaria und Cholera. Die tödliche Durchfallerkrankung war hier ebenso wie nach dem Erdbeben 2010 ausgebrochen. ShelterBox arbeitet in Haiti nun in Partnerschaft mit „Handicap International“, dem neuen Partner „Charity 410 Bridge“ und lokalen Rotary Clubs zusammen, um die Menschen zu erreichen, die noch immer keine Hilfe erhalten haben.

In vielen Ortschaften gibt es zerstörte und beschädigte Gebäude und Infrastrukturen, doch im Gegensatz zu den Beben vor sechs Jahren koordiniert die haitianische Regierung die Instandsetzung und den Wiederaufbau und hat eine Führungsrolle bei der Zuweisung spezifischer Aufgaben an verschiedene Hilfsorganisationen übernommen. ShelterBox Response Team Mitglied Andre Bloemink sagt: “Ich bin von der aktiven Rollen der verschiedenen Ministerien bei der Koordinierung der nächsten Schritte und der Zusammenarbeit mit den Partnerorganisationen sehr beeindruckt. Man spürt, dass dieser Einsatz wirklich gut geplant ist, damit alle Betroffenen die nötige Unterstützung erhalten, um ihre Häuser und Existenzen wieder aufbauen zu können und Hilfsgüter auch den gewünschten Effekt erzielen. Das macht unsere ShelterKits auch zur idealen Lösung für die langfristigen Wiederaufbaupläne der haitianischen Regierung.“

Experten sagen, dass der Hurrikan weitreichendere Auswirkungen auf die Pflanzen und Tierwelt der Insel haben kann, als das Erdbeben von 2010 und schlimmere als Hurrikan Hazel in den 1950er Jahren. Wahrscheinlich wird es auch in Zukunft wieder Hurrikane und schwere Stürme über Haiti geben, aber eines ist sicher: Matthew wird niemals zurückkehren. Denn wenn ein Sturm besonders tödlich oder zerstörerisch war, wird sein Name bei der jährlichen Tagung des WMO Tropical Cyclone Committees von einer Liste entfernt. Matthew geht also nun in die Geschichte ein, genau wie Haiyan (Philippinen 2013), Sandy (USA 2012), Katrina (USA, 2005) und Tracy (Darwin, 1974).