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Aktuelle Neuigkeiten

Schwere Überschwemmungen in Peru

April 10, 2017

Derzeit ist ein ShelterBox-Response Team in Peru, um die Einsatzmöglichkeiten nach den extremen Überschwemmungen zu beurteilen. Seit Dezember hatte es…

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Hilfe für Betroffene der Überschwemmungen in Südamerika

April 3, 2017

In der Nacht zum vergangenen Samstag wurde die kolumbianische Stadt Mocoa von einer gigantischen Schlammlawine überrollt. Noch ist unklar, wie…

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Zur Lage der Flüchtlinge aus Mosul

März 30, 2017

Alice Jefferson (rechts) im Gespräch mit einer Gruppe im Salamiyah Auffanglager (Foto: ShelterBox) Unser SRT-Mitglied Alice Jefferson ist gerade aus…

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Hurrikan Matthew – Haiti über einen Monat später

2016-11-10
Bilder der Verwüstung nach in der Gegend von Les Cayes (Fotos ©ShelterBox)

Trotzdem Zivilschutzbeamte auf die Straßen gegangen waren, um die Menschen zu warnen, waren viele auf der südlichen Halbinsel von Haiti nicht auf die Wucht von Hurrikan Matthew vorbereitet. So wurde es die schlimmste Wirbelsturm-Katastrophe im Atlantik seit elf Jahren. Es ist nun mehr als einen Monat her und ShelterBox ist noch immer da, um den Haitianern zu helfen, ihr Leben wieder aufzunehmen.

Hurrikan Matthew hat auf seinem Weg über den Atlantik und die Karibik, darunter Teile von Haiti, Kuba, der Dominikanischen Republik und dem Südosten der USA weiträumige Zerstörungen hinterlassen. 1.600 Todesopfer gehen auf sein Konto. Gleich nach dem die Flughäfen wieder geöffnet wurden, landete unser ShelterBox-Response-Team mit Kollegen aus Großbritannien, den USA, Deutschland und Kanada in Haiti. Einige hatten hier bereits Erfahrungen aus dem Erdbeben-Einsatz von 2010. Der geografische Schwerpunkt unserer Arbeit lag auf den schwer zugänglichen Gebieten in den südlichen Landesteilen um Port-a-Piment und Chardonnieres sowie dem Hafen von Les Cayes, wo viele unserer Hilfslieferungen auf dem Seeweg eintrafen.

Das Hauptaugenmerk liegt nun auf der Verteilung von Tausenden von ShelterKits, so dass die Bewohner ihre beschädigten Häuser reparieren können. Außerdem wurden auch einige ShelterBox Zelte zur Verfügung gestellt, die nun als mobile Kliniken genutzt werden, denn viele Gesundheitseinrichtungen sind hoffnungslos überfüllt. Zudem gibt es Solar-Beleuchtung für Familien, die noch immer ohne Stromversorgung sind und Moskitonetze und Wasserfilter, zum Schutz vor Malaria und Cholera. Die tödliche Durchfallerkrankung war hier ebenso wie nach dem Erdbeben 2010 ausgebrochen. ShelterBox arbeitet in Haiti nun in Partnerschaft mit „Handicap International“, dem neuen Partner „Charity 410 Bridge“ und lokalen Rotary Clubs zusammen, um die Menschen zu erreichen, die noch immer keine Hilfe erhalten haben.

In vielen Ortschaften gibt es zerstörte und beschädigte Gebäude und Infrastrukturen, doch im Gegensatz zu den Beben vor sechs Jahren koordiniert die haitianische Regierung die Instandsetzung und den Wiederaufbau und hat eine Führungsrolle bei der Zuweisung spezifischer Aufgaben an verschiedene Hilfsorganisationen übernommen. ShelterBox Response Team Mitglied Andre Bloemink sagt: “Ich bin von der aktiven Rollen der verschiedenen Ministerien bei der Koordinierung der nächsten Schritte und der Zusammenarbeit mit den Partnerorganisationen sehr beeindruckt. Man spürt, dass dieser Einsatz wirklich gut geplant ist, damit alle Betroffenen die nötige Unterstützung erhalten, um ihre Häuser und Existenzen wieder aufbauen zu können und Hilfsgüter auch den gewünschten Effekt erzielen. Das macht unsere ShelterKits auch zur idealen Lösung für die langfristigen Wiederaufbaupläne der haitianischen Regierung.“

Experten sagen, dass der Hurrikan weitreichendere Auswirkungen auf die Pflanzen und Tierwelt der Insel haben kann, als das Erdbeben von 2010 und schlimmere als Hurrikan Hazel in den 1950er Jahren. Wahrscheinlich wird es auch in Zukunft wieder Hurrikane und schwere Stürme über Haiti geben, aber eines ist sicher: Matthew wird niemals zurückkehren. Denn wenn ein Sturm besonders tödlich oder zerstörerisch war, wird sein Name bei der jährlichen Tagung des WMO Tropical Cyclone Committees von einer Liste entfernt. Matthew geht also nun in die Geschichte ein, genau wie Haiyan (Philippinen 2013), Sandy (USA 2012), Katrina (USA, 2005) und Tracy (Darwin, 1974).